Dr. Ingo Kober

1965 im nordhessischen Gudensberg geboren und im nahe gelegenen Homberg Efze aufgewachsen. Erst Kontakte zur Herpetofauna auf dem großelterlichen Einödhof führten zu ersten Haltungsversuchen bereits im Kindergartenalter. Eine einen frühen Überwinterungstod gestorbene griechische Landschildkröte sowie die Beobachtung der Molchfortpflanzung und Kaulquappenmetamorphose in Behelfsaquarien weckten den Forschungsdrang, der sich bald in zahlreichen weiteren Behelfsterrarien mit heimischer Herpetofauna bemerkbar machte. Der elterliche Versuch, die Ausuferung dieser Tierhaltung durch den Ersatz der vielen Behelfsbecken durch die Anschaffung weniger Aquarien im Fachhandel zu verhindern musste bald als gescheitert gelten.
Mit 11 kam es zu ersten Nachzuchterfolgen bei Mauergeckos und Rotkehlanolis und mit 12 ermöglichten glückliche Umstände die Einrichtung eines eigenen Tierzimmers. Neben Terrarien mit verschiedensten Bewohnern wurden dort vorübergehend auch verschiedene Gäste anderer Tiergruppen, wie verwaiste Jungvögel oder untergewichtige Igel untergebracht. Das Biologiestudium mit Schwerpunkt Molekularbiologie und Mikrobiologie wurde ebenso wie die Promotionszeit intensiv zum Ausbau herpetologischer Kenntnisse genutzt, wobei vor allem der Universitätszugang zu entsprechender Primärliteratur eine Offenbarung war.
Ohne sich darauf zu beschränken, konzentrierten sich die terraristischen Aktivitäten auf die Haltung und Vermehrung verschiedener Echsenarten und die Freude am Fotografieren sowie am Schreiben führten zu einer steigenden Anzahl an terraristischen Publikationen, die mittlerweile auch fünf Bücher beinhalten. Ein weiteres Highlight war ein dritter Platz beim Alfred A. Schmidt Preis 2004 für die Bemühungen um die Nachzucht von Gekko grossmanni.
Heirat und Familiengründung sowie eine zeitintensive Tätigkeit als Wissenschaftler in der Pharmaforschung setzen den Expansionsmöglichkeiten im Bereich Terraristik seit den 90er Jahren definierte Grenzen und so konzentriert sich das Hobby seit längerem vor allem auf die kontinuierliche Vermehrung weniger Arten und die Einrichtung möglichst großer naturnah wirkender Terrarien mit Lebensgemeinschaften verschiedener Tierarten. Kleine Auswüchse erscheinen dennoch ab und zu, so steht auch im Koberschen Büro bei einer größeren deutschen Pharmafirma ein Terrarium mit lebhaften Anolis und neben diversen Echsen leben im Hause Kober auch heute noch diverse Arthropoden, Fische und Vögel. Leider scheiterten aber alle Bemühungen, das Hobby an die nächste Generation weiterzugeben und weder Tochter (geb. 2001) noch Sohn (Geb. 1997) ließen sich bisher nachhaltig dafür begeistern.

Dr. Ingo Kober

Bücher von Dr. Ingo Kober

  • Die Pereidechse - Timon Lepidus

  • Jemenchamäelon und Pantherchamäleon - Pflege, Zucht und Lebensweise

  • Der Stirnlappenbasilisk - Basiliscus plumifrons

  • Der Große Madagaskar Taggecko - Phelsuma madagascaiensis grandis

  • Terrarientechnik