Futterinsekten

Eine Auswahl an Futterinsekten

von Andreas Graf - Dipl. Biologe bei Bugs International

Die meisten angebotenen Futtertiere sind einige Grillenarten, Heuschrecken, Fliegen und Käferlarven. Die Haltung zu Hause ist recht unterschiedlich. So können die Dosen bei 18° C für einige Tage aufbewahrt werden (Heuschrecken und Grillen).

Käferlarven, wie Mehlwürmer und Fliegenmaden sind im Kühlschrank aufzubewahren (unter 12° C).

Alternativ können alle Tiere wie zur Zucht bei wärmeren Temperaturen gehalten werden und müssen dann aber mit Futter und Wasser versorgt werden. Optimal gefütterte Tiere sind die beste Grundlage für Terrarientiere. Abwechslung im Speiseplan ist ebenso wichtig wie die Sauberkeit, um Terrarientiere gesund und aktiv zu halten. Öfter kleinere Futtertiere anzubieten ist besser als nur große Brocken, um das Tier in Bewegung und Spannung zu halten. Zwischen den einzelnen Futtergruppen abzuwechseln ist sinnvoll, um die in der Natur sonst vorhandene Vielfalt nachzuahmen und nicht einseitig zu füttern.

Natürlich gibt es noch eine ganze Menge mehr an Insekten, die sich zur Fütterung hervorragend eignen.

Ihr Andreas Graf

Die Wanderheuschrecke, Locusta migratoria, stammt aus Nordafrika und dem angrenzenden asiatischen Bereich. Sie bleibt bei einer Endgröße von ca. 6 cm bei den Weibchen etwas kleiner als die Wüstenheuschrecke, Schiatocerca gregaria, die bis 8 cm erreicht. Um die Tiere zu Hause am Leben zu erhalten, ist ein kleines Terrarium mit Beleuchtung nötig. Temperaturen über 30° C sollen erreicht werden. Als Futter bieten sich unbelastetes Wiesengras, frische Blätter, Keimweizen und als Trockenfutter unterschiedliche Getreideprodukte an. Es muss immer Trockenfutter da sein, um den Tieren die Regulierung des Feuchtehaushaltes zu ermöglichen.

Heimchen (Acheta domesticus), Mittelmeergrillen (Gryllus bimaculatus), Steppengrillen (Gryllus assimilis) und seit kurzem die Gelbaugengrille sind die hier öfter im Laden angebotenen Futtertiere. Sie werden von micro (nur wenige Tage alt) bis zum ausgewachsenen Insekt in allen Größen (bis 4 cm) angeboten. Die Mittelmeer- oder Zweifleckgrille ist bedingt durch ihren intensiven Geruch bei vielen Reptilien nicht so beliebt. Außerdem ist sie im Terrarium oft aggressiv und frisst öfter die Echsen an, sollte also immer sparsam verfüttert werden. Die meisten Grillenarten verstecken sich und sind so für die Pfleglinge schlecht zu erbeuten. Die Gelbaugengrille verhält sich nicht so scheu, ist also besser geeignet. Die Grillenarten können gut in der Dose weiter angefüttert werden, z.B. mit frischem Gemüse (pestizidfrei) oder Obst und Getreideprodukten. Ein Schimmelbefall in der Dose ist zu entfernen. Sauberkeit ist auch bei Futtertieren das wichtigste.

Die beiden Taufliegenarten (Drosophila melanogaster und hydei) werden, wenn sie geschlüpft sind, am besten mit Honig, Fruchtbrei und anderen Produkten angefüttert und für kleine Echsenbabys oder Frösche verwendet. Sie können so bei Zimmertemperaturen sehr gut gehalten werden. Terflys oder Stubenfliegen können nur mit Honig sinnvoll ernährt werden. Sind genügend Tiere geschlüpft, sollten sie kühler gestellt werden, um die Entwicklung zu verzögern, wenn sie nicht benötigt werden.

Käfer und deren Larven:

Mehlwürmer und Zophobas stehen immer zur Verfügung, sollten aber nur sparsam verfüttert werden. Mehlwürmer können bei 4-6° C über Wochen gelagert werden und 1-2 Tage vor der Verfütterung mit hochwertigem Futter angefüttert werden. Zophobas nicht unter 12° C lagern, da sie sonst absterben. Die Käfer sind für einige Agamen und andere aus Trockenhabitaten stammende Tiere ein interessantes Beifutter.

Rosenkäfer und deren Larven sind sehr hochwertig und sollten nur selten angeboten werden.

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